Unternavigation

Allgemeine Hinweise

Landesaktionsplan:

Logo der Landesinitiative NRW inklusiv
Landesaktionsplan „Eine Gesellschaft für alle - NRW inklusiv“
- auch in Leichter Sprache -

Gelebte Inklusion:

Logo: Inklusionskataster NRW
Inklusion erfolgreich und gemeinsam umsetzen - Wege zum inklusiven Gemeinwesen

Info-Portal Barrierefreiheit:

Logo: informierbar
NRW InformierBar - Informationen zur Barrierefreiheit öffentlich zugänglicher Einrichtungen in NRW

Projekt:

Logo: PIKSL
PIKSL - Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben

Inhalt

Eingabehilfen in Microsoft Windows-Betriebssystemen

Die Windows Accessibility Options (zu finden unter: Schaltfläche Start, Einstellungen, Systemsteuerung, Eingabehilfen) stellen verschiedene Merkmale für die individuelle Einstellung der optischen und akustischen Erscheinung sowie für grundlegende Arbeitsweise von Tastatur und Maus bereit. Diese Merkmale tragen auch in anderen Betriebssystemen annähernd die gleichen Namen. Der folgende Text beschreibt mögliche Einstellungen des Betriebssystems.

Darüber hinaus bietet Windows als Zubehör auch eine im Betriebssystem integrierte

und eine

an (Aufruf durch: Start-Schaltfläche, Programme, Zubehör, Eingabehilfen).

Die in der amerikanischen Version des Betriebssystems ebenfalls integrierte Sprachein- und -ausgabe fehlt in der Regel bei der üblichen deutschen Standardinstallation, da diese nicht zum Umfang des deutschen Betriebssystems gehören.

1. Einrastfunktion - StickyKeys

Dialogfeld Eingabehilfen, Reiter Tastatur, Einstellung für: Einrastfunktion, Anschlagverzögerung, Statusanzeige Dialogfeld Eingabehilfen, Reiter Tastatur, Einrastfunktion, Schaltfläche Einstellungen; Einstellung für die Einrastfunktion

Aus der Windows-Hilfe:

Die Einrastfunktion ermöglicht Tippen mit einem Finger und ist für Personen sinnvoll, für die das gleichzeitige Gedrückthalten von zwei Tasten schwierig ist. Wenn eine Tastenkombination wie z. B. STRG+P verwendet werden soll, können Sie mit der Einrastfunktion eine Zusatztaste (STRG, ALT oder UMSCHALT/SHIFT) oder die Windows Logo-Taste drücken und solange aktiv halten, bis eine weitere Taste gedrückt wird.

2. Anschlagverzögerung - FilterKeys

Dialogfeld Eingabehilfen, Reiter Tastatur, Einstellung für: Einrastfunktion, Anschlagverzögerung, Statusanzeige Dialogfeld Eingabehilfen, Reiter Tastatur, Anschlagverzögerung, Schaltfläche Einstellungen; Einstellung für die Einrastfunktion

Aus der Windows-Hilfe:

Anschlagverzögerung ist eine Tastaturfunktion, welche die Tastatur anweist, kurze oder wiederholte Tastenanschläge zu ignorieren. Mit Anschlagverzögerung können Sie auch die Rate verlangsamen, in der ein Zeichen bei gedrückter Taste wiederholt wird.

Anschlagverzögerung wird manchmal - wie hier von Windows - synonym für mehrere Einstellfunktionen verwendet, bezeichnet aber auch eine ganz bestimmte Tastenanschlagsfunktion. Daher wäre hier als allgemeiner Sammelbegriff für mehrere Tastenanschlagsfunktionen der englische Begriff "Filterkeys" also in etwa "Anschlagsfilter" angebrachter.

Folgende Filtermöglichkeiten bietet WindowsXP:

2.1 Tastenverzögerung (auch: Anschlagsverzögerung) - SlowKeys

Zeit, die zwischen 2 Tastendrücken vergangen sein muss, bevor ein erneuter Tastendruck als Tastenauslösung akzeptiert wird. Ein erneuter Tastendruck wird um eine bestimmte Zeitspanne verzögert.

Mit ausgewähltem "Wiederholte Tastenanschläge ignorieren" wird die übliche Tastenwiederholung bei gedrückt gehaltener Taste ausgeschaltet.
In den erweiterten Einstellungen kann zusätzlich die Zeit eingestellt werden, die zwischen 2 Tastendrücken vergangen sein muss, bevor ein erneuter Tastendruck als Tastenauslösung akzeptiert wird.
Irrtümlich gedrückte Tasten, zum Beispiel infolge von Spastiken, können mit dieser Einstellungsfunktion herausgefiltert und vom System ignoriert werden.

Verwirrenderweise wird die übliche Tastenwiederholung auch abgestellt, wenn "Schnelle Tastenanschläge ignorieren und Wiederholrate verlangsamen" angewählt wird und im nachfolgenden Dialogfeld "Keine Wiederholung" ausgewählt wird.
Darüber hinaus kann die Wiederholrate auch über die Einstellungen für die Tastatur (Auswahl von: Start, Einstellungen, Systemsteuerung, Tastatur) verändert werden.

Erweiterte Einstellungen für Option: Wiederholte Tastenanschläge ignorieren
Erweiterte Einstellungen für Option: Wiederholte Tastenanschläge ignorieren

Aus der Windows Hilfe:

Wählen Sie Wiederholte Tastenanschläge ignorieren, um zu schnell wiederholte Tastenanschläge zu ignorieren.
Klicken Sie auf Einstellungen, um weitere Optionen festzulegen, beispielsweise um anzugeben, wie viel Zeit zwischen wiederholten Tastenanschlägen verstreichen darf, damit ein Tastenanschlag als beabsichtigter Tastenanschlag erkannt wird.

2.2 Anschlaggeschwindigkeit (auch: Entprellzeit / Anschlagdauer) - BounceKeys

Zeitraum, den eine Taste mindestens gedrückt werden muss, damit sie akzeptiert wird.
Tastendrücke die zum Beispiel infolge eines Tremors sehr kurz hintereinander erfolgen, können mit dieser Einstellungsfunktion herausgefiltert und vom System ignoriert werden.

Erweiterte Einstellungen für Option: Schnelle Tastenanschläge ignorieren und Wiederholrate verlangsamen
Erweiterte Einstellungen für Option: Schnelle Tastenanschläge ignorieren und Wiederholrate verlangsamen

Aus der Windows-Hilfe:

Wählen Sie Schnelle Tastenanschläge ignorieren und Wiederholrate verlangsamen aus, um zu kurz gedrückte Tastenanschläge zu ignorieren.
Klicken Sie auf Einstellungen, um weitere Optionen festzulegen, beispielsweise um anzugeben, dass Tastenanschläge nicht wiederholt werden, wenn eine Taste gedrückt gehalten wird oder dass eine Taste eine bestimmte Zeit lang gedrückt gehalten werden muss, um als gültiger Tastenanschlag akzeptiert zu werden.

2.3 Tastenwiederholrate (auch: Wiederholverzögerungszeit) RepeatKeys

Mit der Wiederholrate im Eingabehilfen-Dialogfeld stellen Sie die Zeit ein, nach welcher bei gedrückt gehaltener Taste eine Wiederholung der bereits gedrückten Taste erfolgt, diese also erneut ausgelöst wird.

Die Bezeichnung "Wiederholrate" ist hier irreführend. Üblicherweise wird als "Rate" eine Anzahl in einer bestimmten Zeiteinheit angegeben, nicht ein Zeitraum oder eine Zeitdauer.

Die Einstellungen:

  • Verzögerung = 1,5 Sekunden,
  • Wiederholrate = 2,0 Sekunden,
  • Anschlaggeschwindigkeit = 0,3 Sekunden

bedeuten:

  • eine Taste muss mindestens 0,3 Sekunden gedrückt gehalten werden, bevor erneut eine Taste gedrückt werden kann (bzw. ein Tastendruck als solcher registriert wird), müssen 1,5 Sekunden vergangen sein,
  • wird eine Taste für die Dauer von 2,0 Sekunden gedrückt gehalten, erfolgt eine erste Tastenwiederholung (nach 4 Sekunden die zweite usw.).

Beispiel-Einstellungen für Verzögerung, Anschlaggeschwindigkeit und Wiederholrate:
Beispiel-Einstellungen für Verzögerung, Anschlaggeschwindigkeit und Wiederholrate

Eine Verzögerung beim Tastenanschlag und die Wiederholrate sind auch über Aufruf von: Start-Schaltfläche, Einstellungen, Systemsteuerung, Tastatur möglich.
Allerdings sind die hier verwendeten Bezeichnungen ebenfalls wieder irreführend:
Der Schieberegler "Verzögerung" stellt die Anschlaggeschwindigkeit (Anschlagdauer) ein, nicht die Tastenverzögerung.

Dialogfeld nach Aufruf von: Start - Einstellungen - Systemeinstellungen - Tastatur

3. Tastaturmaus - MouseKeys

Einstellungen für Tastaturmaus

Aus der Windows-Hilfe:

Die Tastaturmaus ist für Personen gedacht, die Schwierigkeiten bei der Verwendung einer Maus haben. Die Tastaturmaus ermöglicht die Verwendung der Zehnertastatur zum Steuern des Mauszeigers. Wenn Sie die Zehnertastatur sowohl für die Dateneingabe als auch zum Navigieren verwenden möchten, können Sie die Tastaturmaus so einstellen, dass sie durch Drücken der NUM-Taste aktiviert wird.

4. Statusanzeige - ToggleKeys

Dialogfeld Eingabehilfen, Reiter Tastatur, Einstellung für: Einrastfunktion, Anschlagverzögerung, Statusanzeige Dialogfeld Eingabehilfen, Reiter Tastatur, Einrastfunktion, Schaltfläche Einstellungen; Einstellung für die Statusanzeige

Aus der Windows-Hilfe:

Die Statusanzeige ist für Personen mit Seh- oder Erkennungsbehinderungen vorgesehen. Wenn die Statusanzeige aktiviert ist, gibt der Computer Tonhinweise, wenn die Tasten mit Feststellfunktionen (FESTSTELL-, NUM- oder ROLLEN-Taste) gedrückt werden. Es wird ein hoher Signalton ausgegeben, wenn die Tasten eingeschaltet sind, und ein tiefer Signalton, wenn sie ausgeschaltet sind.

5. Externe Eingabehilfen über die serielle Schnittstelle - SerialKeys

Dialogfeld Eingabehilfen, Reiter Allgemein, Einstellung für externe Eingabehilfen über serielle Schnittstelle Dialogfeld Eingabehilfen, Reiter Allgemein, erweiterte Einstellung für externe Eingabehilfen über serielle Schnittstelle

Aus der Windows-Hilfe:

Die externen Eingabehilfen sind für Personen vorgesehen, die Schwierigkeiten bei der Verwendung der Standardtastatur und -maus des Computers haben. Die Funktion "externe Eingabehilfen" bietet Unterstützung, so dass alternative Eingabegeräte, wie Einzeltastergeräte oder Kommunikationshilfen über die serielle Schnittstelle an den Computer angeschlossen und zur Tastatureingabe verwendet werden können.

6. Sounddarstellung - ShowSounds

Dialogfeld Eingabehilfen, Reiter Sound, Sounddarstellung und Darstellungsoptionen für Sound

Die Sounddarstellung weist Programme, die normalerweise Informationen nur akustisch übermitteln, an, alle Informationen auch optisch darzustellen, z. B. in Form von Textüberschriften oder informativen Symbolen.

7. Darstellungsoptionen - SoundSentry

Die Darstellungsoptionen sind für Personen gedacht, die Probleme haben, die vom Computer generierten Klänge zu hören. Mithilfe der Darstellungsoptionen können Sie Einstellungen ändern, um visuelle Warnungen, beispielsweise eine blinkende Titelleiste oder einen aufblinkenden Rand, zu generieren, wenn der Computer einen Klang generiert.

8. Hoher Kontrast für Anzeige - High-Contrast Mode

Dialogfeld Eingabehilfen, Reiter Anzeige>   <img mce_tsrc=

Aus der Windows-Hilfe:

Kontrast ist für Personen mit Sehbehinderungen vorgesehen. Kontrast-Farbschemas machen den Bildschirm für bestimmte Benutzer besser lesbar, indem sie Bildschirmkontraste durch alternative Farbkombinationen erhöhen. Einige dieser Schemas ändern auch die Schriftgröße und machen sie leichter lesbar.

9. Bildschirmtastatur

Windows-Bildschirmtastatur

Aus der Windows-Hilfe:

Mit dem Dienstprogramm Bildschirmtastatur wird eine virtuelle Tastatur auf dem Bildschirm angezeigt, so dass Benutzer mit eingeschränktem Bewegungsradius Daten über ein Zeigegerät oder einen Joystick eingeben können. Die Bildschirmtastatur bietet ein Mindestmaß an Funktionalität für Benutzer mit eingeschränkter Beweglichkeit.
Bei der Bildschirmtastatur stehen drei Eingabemodi zum Eingeben von Daten zur Verfügung:

  • Im Klickmodus geben Sie Text ein, indem Sie auf die Bildschirmtasten klicken.
  • Im Scanmodus scannt die Bildschirmtastatur fortlaufend die Tastatur und markiert die Bereiche, in denen Sie Zeichen der Tastatur über Abkürzungstasten oder mithilfe eines alternativen Schaltereingabegeräts eingeben können.
  • Im Hover-Modus zeigen Sie mit einer Maus oder einem Joystick über einen bestimmten Zeitraum hinweg auf eine Taste. Das so ausgewählte Zeichen wird automatisch eingegeben.

Bei der Bildschirmtastatur stehen außerdem die folgenden Möglichkeiten offen:

  • Lassen Sie eine erweiterte Tastatur (mit Zehnertastatur) anzeigen, oder verwenden Sie eine Standardtastatur ohne Zehnertastatur.
  • Zeigen Sie die Tastatur mit den Tasten im Standardlayout oder auch im Blocklayout an, beim Blocklayout sind die Tasten in rechteckigen Blöcken angeordnet. Das Blocklayout eignet sich insbesondere für den Scanmodus.
  • Zeigen Sie die US-Standardtastatur (101 Tasten), die universelle Tastatur (102 Tasten) oder eine Tastatur mit 106 Tasten, auf der zusätzliche japanische Zeichen zur Verfügung stehen an.
  • Verwenden Sie Klicksound verwenden, um einen Klicksound hinzuzufügen, wenn eine Taste ausgewählt wird.
  • Stellen Sie mit Immer im Vordergrund sicher, dass die Tastatur stets auf dem Bildschirm angezeigt wird, wenn Sie zwischen Programmen und Fenstern wechseln.

10. Bildschirmlupe

Bildschirmausschnitt: Reha-Technologie-Seite im Mozilla, Adresszeile in Bildschirmlupe

Aus der Windows-Hilfe:

Die Bildschirmlupe ist ein Anzeigehilfsprogramm, das die Lesbarkeit des Bildschirms für Benutzer mit eingeschränkter Sehkraft verbessert. Mithilfe der Bildschirmlupe können Sie den gewünschten Ausschnitt des Bildschirms in einem gesonderten Fenster vergrößert darstellen. Sie können auch das Farbschema des Vergrößerungsfensters ändern, um die Lesbarkeit zu verbessern. Sie können das Fenster der Bildschirmlupe verschieben, die Größe ändern oder es an den Bildschirmrand ziehen und "andocken". Die Bildschirmlupe bietet ein Mindestmaß an Funktionalität für Personen mit leicht eingeschränkter Sehkraft.
Mithilfe der Bildschirmlupe können Sie Folgendes vornehmen:

  • Den Vergrößerungsgrad ändern
  • Die Größe des Vergrößerungsfensters ändern
  • Das Vergrößerungsfenster auf dem Desktop verschieben
  • Die Bildschirmfarben umkehren

Außerdem verfügt die Bildschirmlupe über verschiedene Verlaufsoptionen:

  • Der Bewegung des Mauszeigers auf dem Bildschirm folgen
  • Dem Tastaturfokus folgen (Zentrieren an der Position des Cursors)
  • Dem Textbearbeiten folgen

Wenn die Bildschirmlupe geöffnet ist, können Sie mit der rechten Maustaste auf das Vergrößerungsfenster klicken, um diese Optionen der Bildschirmlupe festzulegen oder um die Bildschirmlupe auszublenden oder zu beenden.

Letzte Aktualisierung am 30.10.07