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Inhalt

Europa und die barrierefreie Informationsgesellschaft

In der Mitteilung über eine Initiative der Kommission für den Europäischen Sondergipfel von Lissabon am 23./24. März 2000 heißt es
(das Thema betreffende Sätze sind nachträglich hervorgehoben)
:

Warum jetzt eEurope?
eEurope ist eine politische Initiative, die dafür sorgen soll, dass die Europäische Union über die kommenden Generationen hinweg die mit der Informationsgesellschaft einhergehenden globalen Veränderungen voll für sich nutzen kann. Es handelt sich um die tiefgreifensten Veränderungen seit der industriellen Revolution. Sie betreffen nicht nur die Technologie, sondern werden sich auf jeden und überall auswirken. Sie bringen Gemeinschaften, sowohl städtische als auch ländliche, einander näher, schaffen Wohlstand und tragen zur Wissensverbreitung bei – sie können das Leben aller enorm bereichern.

Die Bewältigung dieser Veränderungen bildet die wichtigste wirtschaftliche und soziale Herausforderung für die Union. Beschäftigung, Wachstum und Produktivität Europas in den nächsten fünf Jahren und den folgenden Jahrzehnten werden davon abhängen.
eEurope soll den positiven Wandel in der Union beschleunigen. Die Initiative soll gewährleisten, dass der Wandel hin zur Informationsgesellschaft verbindet und nicht trennt. Er soll integrieren und nicht zersplittern.

Es soll als Chance begriffen und nicht als Bedrohung aufgefasst werden. Kurz, eEurope hat zum Ziel, alle Europäer an den Vorteilen der Informationsgesellschaft teilhaben zu lassen.

eEurope soll in erster Linie:

  • jeden Bürger, jeden Haushalt und jede Schule, jedes Unternehmen und jede Verwaltung ins digitale Zeitalter und ans Netz führen;
  • ein digital mündiges Europa mit einer Unternehmenskultur schaffen, die zur Finanzierung und Entwicklung neuer Ideen bereit ist;
  • gewährleisten, dass der Gesamtprozess alle Schichten erfasst, das Vertrauen der Verbraucher gewinnt und den sozialen Zusammenhalt stärkt.

Die Initiative "eEurope" soll in erster Linie:

  • jeden Bürger, jeden Haushalt und jede Schule, jedes Unternehmen und jede Verwaltung ins digitale Zeitalter und ans Netz führen
  • ein digital mündiges Europa mit einer Unternehmenskultur schaffen, die zur Finanzierung und Entwicklung neuer Ideen bereit ist
  • gewährleisten, dass der Gesamtprozess alle Schichten erfasst, das Vertrauen der Verbraucher gewinnt und den sozialen Zusammenhalt stärkt.

Themengruppen:

  1. Europas Jugend ins digitale Zeitalter.
  2. Billigerer Internetzugang.
  3. Förderung des elektronischen Geschäftsverkehrs.
  4. Schnelles Internet für Wissenschaftler und Studenten.
  5. Intelligente Chipkarten für sicheren elektronischen Zugang.
  6. Risikokapital für Hochtechnologie-KMU.
  7. e-Teilnahme für Behinderte
    (Unterinitiative "eAccessibility").
  8. Gesundsheitsfürsorge über das Netz.
  9. Intelligenter Verkehr
  10. Regierung am Netz

Ein eigener Abschnitt ist dem Thema eTeilnahme für behinderte Menschen gewidmet.

7. eTeilnahme für behinderte Menschen

Die Entwicklung der digitalen Technologien bietet behinderten Menschen enorme Möglichkeiten zur Überwindung sozio-ökonomischer, geographischer, kultureller, zeitlicher und anderer Schranken. Auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnittene, zugängliche und nutzbare Technologien lassen sie genauso wie andere am Sozial- und Arbeitsleben teilnehmen. Eine Herausforderung für die kommenden Jahre besteht darin, die verbleibenden Lücken zwischen den Technologien und dieser Benutzergruppe zu schließen.
Die europäische Industrie hat es bisher versäumt, das ganze Marktpotential für auf Behinderte zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen auszuschöpfen. Diese können nach den Grundsätzen des 'Design-für-alle' (oder 'universelles Design') oft mit geringen Zusatzkosten entwickelt werden. Dabei werden Sonderbedürfnisse Behinderter bereits beim Entwurf berücksichtigt. Die Regierungschefs haben sich bereits in Erklärung 22 des Amsterdamer Vertrags verpflichtet, den Bedürfnissen Behinderter Rechnung zu tragen. Jetzt müssen Anstrengungen unternommen werden, um diese Verpflichtung im Bereich der Informationsgesellschaft umzusetzen.

Die einschlägigen rechtlichen Rahmenbedingungen sind in den einzelnen Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich. Oft sind Produkte für diesen speziellen Markt überhaupt nicht genormt. Viele Jahre lang gab es in der Union bis zu zehn verschiedene Texttelefon-Protokolle. Nach erheblichen Anstrengungen liegt nun ein einheitlicher Normenvorschlag für Europa vor. Die Kommission wird sicherstellen, dass Normen für Produkte und Dienstleistungen behindertenfreundlich sind. Die Industrie Europas muss sich dieser Herausforderung stellen.
Es muss Sorge dafür getragen werden, dass Behinderte bessere Unterrichts- und Ausbildungsmöglichkeiten erhalten und uneingeschränkt am Gemeinschaftsleben teilnehmen können. Spezielle Versorgungsnetze mit mehrsprachigen, netzgestützten Dienstleistungen sollten aufgebaut werden, um die Unabhängigkeit und Sicherheit von Behinderten zu erhöhen. Digitale Technologien können den Verwaltungsaufwand für den Betrieb öffentlicher und privater Sozialdiensteinrichtungen verringern.

Ziele
  • Bis Ende 2000:
    Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten sollten die einschlägigen Rechtsvorschriften und Normungsprogramme im Zusammenhang mit der Informationsgesellschaft überprüfen, um sicherzustellen, dass sie dem Grundsatz der Zugänglichkeit Rechnung tragen und um die Normungsverfahren zu beschleunigen.
    Die europäische Kommission wird eine Empfehlung an die Mitgliedsstaaten vorlegen, die Bedürfnisse Behinderter bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Information und Kommunikation zu berücksichtigen.
  • Bis Ende 2001:
    Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten sollten sich verpflichten, die Gestaltung und den Inhalt aller öffentlichen Webseiten für Behinderte zugänglich zu machen.
  • Bis Ende 2002:
    Die Europäische Kommission wird die Schaffung eines Netzes von Spitzenforschungszentren unterstützen, das zumindest ein Zentrum in jedem Mitgliedstaat umfasst und das ein europäisches "Curriculum-Modul" für die Ausbildung von Entwicklern und Ingenieuren ("Design-für-Alle") erarbeitet.

Letzte Aktualisierung am 01.10.09