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Inhalt

Meilenstein auf dem Weg zum barrierefreien Reisen

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Mit dem erfolgreichen Abschluss des vierjährigen Projekts „DELFIplus - Erweiterung von DELFI unter besonderer Berücksichtigung mobilitätseingeschränkter Verkehrsteilnehmer“ ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum barrierefreien Reisen mit dem Öffentlichen Personenverkehr erreicht worden. Wesentlicher neuer Bestandteil des zukünftigen DELFI werden Informationen zum barrierefreien Reisen für mobilitätseingeschränkte Verkehrsteilnehmer sein.

Das Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB)der Evangelischen Stiftung Volmarstein war im Konsortium maßgeblich an der Erarbeit der Kriterien zur Barrierefreiheit, an der Konzeption zur Beauskunftung, an der Evaluation eines Demonstrator-Systems sowie der Erstellung des DELFIplus-Handbuchs beteiligt.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hatte ein Konsortium aus 19 Organisationen (Verkehrs- und Technologie-Unternehmen, Verkehrsverbünde und Organisationen von bzw. für Menschen mit Behinderung) unter Führung der Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft mbH beauftragt, das System zur elektronischen Fahrplanauskunft DELFI konzeptionell grundlegend zu modernisieren. DELFI steht für „Durchgängige Elektronische Fahrplan-Information“ und bietet eine deutschlandweite und flächendeckende Verbindungsauskunft im öffentlichen Verkehr.

Über ein dezentrales Netzwerk werden die Auskunftsysteme der 16 Bundesländer sowie das der Deutschen Bahn AG miteinander verknüpft; sie ermitteln untereinander eine durchgängige Gesamtverbindung. Zukünftig sollen Realzeit-Daten von Fahrzeugen, Fernbusse, eTickets und Tarifinformationen sowie intermodales Reisen in Fahrplan-Auskunftsystemen ebenfalls durchgängig berücksichtigt werden. Dazu wird auch eine vollständig neue Informationstechnik-Infrastruktur eingesetzt werden müssen.

Das „DELFIplus-Handbuch Barrierefreie Reiseketten in der Fahrgastinformation“ trägt den Untertitel „Grundlagen und Umsetzungsempfehlungen zur Bereitstellung einheitlicher Informationen zur Barrierefreiheit im Öffentlichen Personenverkehr“. Es beinhaltet ein sehr detailliertes technisches Konzept, die detaillierte Definition von Daten zur Barrierefreiheit und ein pragmatisches Konzept zur Umsetzung in den 16 Bundesländern. Das Handbuch ist öffentlich verfügbar. Zur Zeit ist eine englische Übersetzung in Arbeit. Damit wird auch der europäischen Bedeutung des DELFIplus-Projekts Rechnung getragen.

Insgesamt stellt das Projekt DELFIplus den vorläufigen Abschluss einer Erfolgsgeschichte für das FTB dar, die 2004 mit dem europäischen Projekt ASK-IT begann und mit den nationalen Forschungsprojekten BAIM und BAIMplus fortgesetzt wurde, in denen die grundlegenden Prinzipien zur Beauskunftung barrierefreier Reiseketten erforscht und in zwei Verkehrsverbünden realisiert wurden. Dabei konnte das (FTB) der Evangelischen Stiftung Volmarstein seine besondere Kompetenz einbringen, nämlich das Anwenderwissen über die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und technologisches Wissen zusammen zu bringen und in die Erforschung und Realisierung technischer Systeme einfließen zu lassen. Die Ergebnisse dieser Forschungsprojekte waren Motivation für das Bundesverkehrsministerium, den eingeschlagenen Weg für eine bundesweite Beauskunftung weiter zu verfolgen.

Wie geht es nun weiter?
Am 1. Juli 2016 haben elf Gründungsmitglieder den „Verein zur Förderung einer durchgängigen elektronischen Fahrgastinformation (DELFI) e.V.“ gegründet, um die politische, organisatorische und technische Umsetzung der DELFIplus-Projektergebnisse weiter voran zu treiben. Bei der Umsetzung stehen nun die 16 Bundesländer in der Pflicht. Der Weg zu einem vollständig barrierefreien Öffentlichen Personenverkehr ist noch weit …, und mit DELFIplus ist lediglich ein Meilenstein auf diesem Weg erreicht.

Erstellt am 23.10.17