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Telefonie

Moderne Telefone werden immer komfortabler, enthalten immer neue Zusatzfunktionen und werden immer "handlicher". Handlicher bedeutet in der Regel aber auch: mit kleineren Tasten und damit für viele schwerer bedienbar. Displays sind für sehbehinderte und blinde Menschen schwer oder gar nicht lesbar. Ein Mobiltelefon für alle gibt es zwar bisher leider nur als Entwurf. Dennoch werden auch Mobiltelefone für bestimmte Zielgruppen angeboten, etwa Mobiltelefone für blinde Menschen oder Mobiltelefone für ältere Menschen, die sich durch große Displays, große Tasten und einfache Bedienung auszeichnen.

Telefone mit Notruffunktion

Bei Telefonen mit zusätzlicher Notruffunktion müssen zwei Anwendungsfälle unterschieden werden:

  • Kabelgebundene oder schnurlose Telefone mit einer oder mehreren Zusatztasten für eine Notrufnummer
  • Telefone mit sogenanntem Funkfinger, das heißt einem externen Taster, der bei Auslösen eine vorprogrammierte Nummer anwählt.

Einige Systeme wählen beim Auslösen der Notruffunktion die Notrufnummer 112 an, andere Systeme verbinden mit einem Service-Center, das beim Empfang des Notrufs geeignete Maßnahmen einleitet. In Verbindung mit GPS ist sogar eine Ortung der hilfsbedürftigen Person bis auf wenige Meter genau möglich.

Telefonielösungen für Menschen mit Hörbehinderungen

Für Menschen mit einer Hörbehinderung werden spezielle Telefone und Zusatzgeräte angeboten, die einzelne oder mehrere der folgenden Optionen bieten:

  • Telefone
    • zusätzliche Verstärker
    • eine tonhöhenabhängige Verstärkung erlaubt es den Hörbereich, der am besten wahrgenommen wird, selektiv zu verstärken
    • ein integrierter Induktionskoppler (Induktionsschleife) ermöglicht die Ankopplung und die Verwendung eines Hörgerätes
    • alternativ bieten einige Geräte die Möglichkeit, einen Induktionskoppler anzuschließen
    • die Anschlussmöglichkeit für einen Hörer
    • neben einem akustischen Telefonsignal gibt es auch optische oder haptische Alternativen, wie Blitzlicht oder Vibration
    • Rufnummernanzeige
    • Mobiltelefone mit Bluetooth-Schnittstelle erlauben eine drahtlose Übertragung von Sprachsignalen auf ein geeignetes Hörgerät
  • Zusatzgeräte
    • Telefon-Hörverstärker für den stationären oder mobilen Einsatz
    • induktive Schleifeneinheiten für die Verwendung mit geeigneten Hörgeräten
    • Signalanlagen, die durch optische oder haptische Signale auf eingehende Anrufe aufmerksam machen

Daneben bieten einige Hersteller Bildtelefone zur Übertragung von Gebärdensprache an. Eine kostengünstigere Variante stellt die Internet-Telefonie dar, die den Austausch von Bildern, Sprache und Text erlaubt, sofern alle Gesprächsteilnehmer und -teilnehmerinnen über die entsprechende Infrastruktur - Computer und Software - verfügen.
Eine gute Übersicht zu marktgängigen Problemlösungen für Menschen mit einer Hörbehinderung bietet die Internetseite TEChnik für DEAFies.

Letzte Aktualisierung am 22.07.10