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Inhalt

Demonstrationswohnung

Rückansicht des Testzentrums
Rückwärtige Außenansicht des Laborgebäudes

Ältere Personen und Menschen mit Behinderungen wollen in den allermeisten Fällen so lange und so weit wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zuhause führen und häusliche Tätigkeiten selbstständig verrichten. Ergänzend zur Verwendung eher personenbezogener technischer Hilfsmittel, wie z.B. Alltagshilfen oder Mobilitätshilfen, kann auch eine barrierefreie, mit angepassten Geräten und Installationen ausgestattete Wohnung diesem Wunsch entgegen kommen (Unterstütztes Wohnen - Ambient Assisted Living - AAL).

Die Demonstrations- und Versuchswohnung dient

  • in unserer Beratung zur Demonstration der technischen Möglichkeiten und zur Selbsterfahrung sowie
  • in unserer Forschung zu Hilfsmitteln und Dienstleistungen für Unterstütztes Wohnen als Entwicklungs- und Testumgebung

Die Demonstrations- und Versuchswohnung ist eine voll funktionsfähige Wohnung mit zwei Zimmern, Küche, Bad und WC. Sie ist mit vielen technischen Installationen und Hilfsmitteln ausgestattete, die darauf abzielen, ein selbstständigeres und sichereres Wohnen zu ermöglichen bzw. die Betreuung und häusliche Pflege von Angehörigen zu unterstützen.

Aufbau der Wohnung

Grundriss des Testzentrums
Grundriss der Demonstrationswohnung

Die Demonstrations- und Versuchswohnung liegt im Erdgeschoß des Laborgebäudes des FTB.

Die nebenstehende Grafik zeigt einen Grundriss des Erdgeschosses mit den Räumen der Demonstrationswohnung, einem Büroraum, einem zusätzlichen Badezimmer zu Demonstrationszwecken sowie diversen Räumen für Lager und Haustechnik.

Die Wohnung ist als Skelettbau ohne tragende Innenwände konzipiert, so dass mit Hilfe von Vario-Wänden die Raumaufteilung nahezu beliebig variiert werden kann. Zurzeit ist die Wohnung als Zweizimmer-Wohnung mit Küche und zwei Badezimmern eingerichtet.

Zu der Wohnung gehört auch eine 3 x 3 m große, mit Betonplatten ausgelegte Terrasse. Das Versuchsumfeld schließt auch die typischen Gegebenheiten des Haus- und Wohnungseingangs (z.B. Schließ- und Klingelanlagen, Aufzug) mit ein.

Die gesamte Wohnung ist behinderungsgerecht ausgestattet und insbesondere für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Einrichtung reicht von unterfahrbaren und höhenverstellbaren Arbeitsplatten und Schränken in der Küche über ein elektrisch verstellbares Pflegebett im Schlafzimmer bis hin zu einem speziell gestalteten, auch für Rollstuhlfahrer problemlos nutzbaren Badezimmer.

Die Eingangstüren des Hauses und der Wohnung sowie zwei Fenster sind mit elektrischen Schließanlagen versehen; auch zwei Fenster sind mit elektrischer Schließanlage ausgestattet. Die Wohnung ist auch mit intelligenter Haustechnik ausgestattet, um eine Gesamtlösung für die Steuerung aller elektrischen Installationen in der Wohnung zu ermöglichen.

Bauliche Ausstattung

Foto des Wohnzimmers, zum Vergrössern bitte anklicken
Das Wohnzimmer der Versuchswohnung

  1. Skelettbau ohne tragende Innenwände
  2. Gesamte Wohnfläche: ca. 80 qm
  3. Einbau von Vario-Wänden zur Anpassung der Raumgrößen an die individuellen Bedürfnisse und zum Aufbau von verschiedenen Wohnsituationen
  4. rollstuhlgerechte Bodenbeläge im Wohnbereich
  5. rutschhemmende Bodenfliesen im Sanitärbereich
  6. bodengleicher Duschplatz
  7. diverse Halte- und Stützgriffe im Sanitärbereich
  8. flache Waschbecken mit vorderer Ausbuchtung und mit Unterputzsiphons
  9. diverse Waschbeckenarmaturen
  10. spezielle Tür-/und Fenstergriffe, die sich auch vom Rollstuhl aus bequem bedienen lassen
  11. flexible Verkabelung der Wohnung durch Kabelkanäle und in der abgehängten Decke
  12. Türöffner mit verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten
  13. Fensteröffner mit verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten
  14. Beleuchtung ohne Blendwirkung
  15. kontrastreiche Gestaltung der Räume

Apparative Ausstattung

Küchenbereich

Foto der Küche, zum Vergrössern bitte anklicken
Der Küchenbereich der Versuchswohnung

  1. Rollstuhlgerechte Küche:
    • unterfahrbare und elektrisch höhenverstellbare Arbeitsplatten; Sicherheitselemente unter der Schränken, die die Bewegung der Platten bei Auslösung stoppen
    • höhenverstellbare Oberschränke: elektromotorisch angetriebene Oberschränke können bis auf die Arbeitsplatte abgesenkt werden, zusätzlich ist eine Bewegung zum Nutzer hin möglich, die die Erreichbarkeit der Oberschränke weiter verbessert; Sicherheitsschalter unter der Schränken, die die Bewegung der Schränke bei Auslösung stoppen; alle Fachböden aus Glas; die Scharnieren ermöglichen Öffnung von Türen um 180 Grad
    • unterfahrbarer Herd mit nebeneinander positionierten Kochplatten und aus einer sitzenden Position erreichbaren Bedienelementen
    • teilweise unterfahrbarer Backofen: die Backofentür kann man auf Seite öffnen; unter dem Backofen befindet sich eine ausziehbare, hitzebeständige Platte
    • teilweise unterfahrbarer Küchenschrank
    • unterfahrbare Küchenspüle mit Eingleitschräge
    • ausziehbare Schubladen im Eckschrank
    • schwenkbare Ablageflächen
    • manuell bedienbarer Lift im Hochschrank
  2. Sitz- und Stehhilfen
  3. diverse Alltagshilfen:
    • Bestecke
    • Geschirr
    • Küchenhilfen, wie z.B. Abgießhilfen, Schälmesser, Frühstückbretter, Flaschenöffner, Serviertablett, Antirutschuntersetzer bzw. -folien
    • Trinkhilfen
    • Esshilfen
  4. diverse Standardelektrogeräte:
    • Mikrowelle
    • Kühlschrank
    • Kaffe-/Teemaschine
    • Spülmaschine
    • Wasch-/Trockenautomat
Wohn-/Arbeits-/Schlafbereich

Foto des Schlafzimmers, zum Vergrössern bitte anklicken
Der Schlafbereich der Versuchswohnung

  1. diverse Sitzmöbel
  2. elektrisch höhenverstellbare Arbeitstische
  3. teilweise unterfahrbare Schränke
    • ausziehbare Schubladen
    • manuell bedienbarer Garderobenlift
    • Falttüren
  4. elektrisch verstellbares Pflegebett mit entsprechendem Nachtschränkchen
  5. diverse Mobilitätshilfen:
    • Deckenlifter im Wohn-, Schlaf- und einem Badezimmer
    • fahrbare Personenlifter
    • Aufstehhilfen
    • Drehteller
    • Rutschbretter
  6. Transportwagen
  7. PC-Arbeitsplatz
  8. diverse Alltagshilfen:
    • Anziehhilfen, wie z.B. Mantelanziehhilfe, Strumpfanziehhilfe
    • Greifhilfen
    • Schreibhilfen
    • Lesehilfen
    • Möbelerhöhungen
    • Einkaufsroller
  9. diverse Telefone:
    • Großtastentelefone mit Notruffunktion
    • Telefone mit Fototasten
  10. diverse Spiele:
    • Spielkarten mit großen Zeichen und Spielkartenständer
    • Riesenmikado
    • Memory-Spiel "Um 1930"
    • Domino mit großen Steinen
  11. diverse Standardelektrogeräte:
    • Fernseher
    • DVD-Player
    • Videorecorder
    • Stereoanlage
Sanitärbereich

Foto eines Teils des Badezimmers, zum Vergrössern bitte anklicken
Der Sanitärbereich der Versuchswohnung

  1. Dusch-WC-Toiletten:
    • verschiedene Bedienungsmöglichkeiten
    • Aufstehvorrichtung
  2. diverse Toilettensitzerhöhungen
  3. elektrisch höhenverstellbares Waschbecken
  4. Kippspiegel
  5. diverse Toiletten-Duschrollstühle:
    • für Selbstfahrer
    • als Schieberollstuhl
  6. mobile Handgriffe
  7. diverse Alltagshilfen:
    • Duschhocker
    • Duschstühle
    • Körperpflegehilfen, wie z.B. Nagelbürste, Bürsten mit Formgriffen

Im anderen Ausstellungs-Sanitärraum, der allerdings nicht zur Wohnung gehört:

  1. Badewanne
  2. Badewannenlifter mit entsprechenden Transferhilfen
  3. diverse Badewannenhilfen
    • Badewannen-Schwenksitz
    • Badebretter
    • Badewannengriffe
    • Badebürsten

Sicherheit

  1. Notrufanlage
  2. Rauchmelder
  3. Wassermelder

Letzte Aktualisierung am 18.08.10