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Inhalt

Softwaretools und Bibliotheken

Zugängliche Technik in Bezug auf die Nutzung von Geräten im Kommunikations- und Informationsbereich bedeutet zum einen, dass die Geräte selbst Optionen zur Verfügung stellen, die die Bedienbarkeit für alle ermöglichen oder zumindest erleichteren. Sogenannte Stickey Keys - die Möglichkeit Tastenkombinationen auch sequentiell einzugeben -, die Auswahl aus unterschiedlichen Schriftgrößen, die Anpassung von Reaktions- und Verzögerungszeiten an persöhnliche Bedürfnisse sind Beispiele hierfür und oft Bestandteil des Betriebssystems. Zum anderen versteht man darunter Programme und Geräte, die eine Benutzung mittelbar ermöglichen, Spracherkennungssoftware, Sondertastaturen und Brailletechnik gehören in diese Gruppe.

Die folgende Zusammenstellung stellt in einen Überblick Software-Projekte, verfügbare Open-Source, Software-Bibliotheken und Richtlinien im Bereich barrierefreie Software-Entwicklung vor.

Zugänglichkeit unter Windows-Betriebssystemen

MSAA - Microsoft Active Accessibility

Microsoft Active Accessibility (MSAA) ist eine COM-basierte Technik, die die Zusammenarbeit von Betriebssystemkomponenten mit assistiven Programmen, wie zum Beispiel Screenreadern oder virtuellen Tastaturen, ermöglicht. Active Accessibility stellt dynamische Bibliotheken und ein COM-Interface zur Verfügung. Microsoft stellt ein entsprechendes Software Development Kit (SDK) basierend auf Microsoft Visual C++ zur Verfügung.

Auf den Microsoft-Internetseiten für Entwickler sind weitergehende Informationen zum Thema Microsoft Accessibility verfügbar.

UI-Automation

UI Automation ist der Nachfolger von MSAA und Bestandteil von .NET Framework 3.0. Das Framework ist wiederum ein integraler Bestandteil von Windows Vista und Windows Server "Longhorn". Für Windows XP mit Servicepack 2 und Windows Server 2003 stehen Entwicklungsumgebungen und ein Redistributable Package von .NET 3.0 zum Herunterladen zur Verfügung.

Zugänglichkeit unter UNIX-/Linux-Betriebssystemen

GNOME (GNU Network Object Model Environment)

GNOME Logo GNOME ist eine Software zur Erstellung von zugänglichen, grafischen Benutzeroberflächen für UNIX und UNIX-ähnliche Systeme. Weitergehende Informationen über GNOME finden Entwickler auf der englischsprachigen Seite GNOME Accessibility Developer Information .

Im Zusammenhang mit GNOME gibt es eine Reihe anderer Projekte, die sich speziell mit assistiver Technologie beschäftigen:

  • Gnopernicus: Screenreader mit Bildschirmlupe für GNOME und kompatible Anwendungen unter GNU Lesser General Public License (LGPL).
  • Orca: Screenreader mit Bildschirmlupe für den GNOME-Desktop in der Programmiersprache Python unter GNU Lesser General Public License (LGPL).
  • LSR : Screenreader für den GNOME-Desktop in der Programmiersprache Python unter IBM Common Public License (IBM CPL).
  • GNOME Onscreen Keyboard (GOK): eine Bildschirmtastatur für Menschen mit körperlichen Einschränkungen als Ersatz für eine konventionelle Tastatur unter GNU Lesser General Public License (LGPL).
  • Dasher: Bildschirmtastatur mit Wortvorhersage für Menschen mit körperlichen Einschränkungen als Ersatz für eine konventionelle Tastatur unter GNU General Public License (GPL).
KDE (K Desktop Environment)

KDE ist eine grafische Benutzeroberfläche für UNIX-basierte Systeme. KDE ist ein freies Software-Projekt, dessen Quelltexte unter GNU Lesser General Public License (LGPL) beziehungsweise General Public License (GPL) offengelegt sind. Das Software-Paket beinhaltet bereits einige assistive Funktionen, wie Bildschirmlupe, Mausklick-Emulator und Sprachausgabe. Informationen in deutscher Sprache bietet die KDE-Internetseite für deutschsprachige Benutzer.

Distributionen - Beispiel: ubuntu

Für Linux stehen nicht nur zahlreiche Programme zur Verfügung, es werden auch verschiedene Programmpakete, sogenannte Distributionen angeboten. Einige Distributionen enthalten GNOME oder KDE.

ubuntu Logo Das aus der Zulu beziehungsweise Xhose-Sprache stammende Wort ubuntu steht für "Menschlichkeit gegenüber anderen" oder "Ich bin was ich bin durch das was wir alle sind" und bezeichnet ein Open-Source-Betriebssystem, an dem rund 40 hauptberufliche Entwickler arbeiten. ubuntu ist eine LINUX-Distribution und verwendet GNOME. Die ubuntu-Foundation informiert über Zugänglichkeit von ubuntu. Das unbutu-Programmpaket steht kostenlos zum Herunterladen bereit.

Mit ubuntu sind folgende Projekte verwandt:

kubuntu Logo kubuntu: ein benutzerfreundliches Betriebssystem, das auf KDE basiert.

edubuntu Logo edubuntu: ein LINUX-basiertes Betriebssystem für junge Leute, das speziell für den Einsatz in der Schule gedacht ist.

xubuntu Logo xubuntu - ist die Light-Version von ubuntu und für den Einsatz mit älteren und/oder leistungsschwächeren Computern konzipiert.

Das Projekt linaccess

linaccess ist ein Projekt zur Förderung freier UNIX-/Linux-basierter Software für Menschen mit Behinderungen. Die Internetseiten des Projektes bieten spezifische Informationen für Anwender, Entwickler und Entscheidungsträger. Darüber hinaus bietet der Internetauftritt eine Datenbank für Linux-basierte Hilfsmittelsoftware.

Betriebssystemübergreifende Projekte zur Software-Zugänglichkeit

Deutsche Übersetzung der Zugänglichkeitsrichtlinien für Web-Inhalte (WAI)

Die Zugänglichkeitsrichtlinien für Web-Inhalte, kurz WAI-Richtlinen, richten sich an Autoren und Designer von Web-Seiten sowie an Entwickler von Werkzeugen für die Erstellung von Webseiten. Die deutsche Übersetzung der WAI-Richtlinien basiert auf dem englischsprachigen Originaldokument Web Content Accessibility Guidlines 1.0 vom 5. Mai 1999, dass vom W3C, also dem World Wide Web Consortium, herausgegeben wurde.

Initiativen von IBM zum Thema Zugänglichkeit

Die IBM-Webseite Human Ability and Accessibility Center bietet vielfältige Informationen rund um das Thema Zugänglichkeit. Speziell die Developer Guidelines bieten Checklisten und Techniken zu folgenden Bereichen:

  • Software-Zugänglichkeit - Checkliste, Testwerkzeuge und weiterführende Links ( deutsche Übersetzung );
  • Web-Zugänglichkeit - Informationen zur Implementierung, Testwerkzeuge und Testverfahren;
  • Java-Zugänglichkeit - Checkliste und Entwicklungsrichtlinien;
  • Lotus Notes-Zugänglichkeit - Checkliste und weitere Referenzen;
  • Hardware-Zugänglichkeit - Checkliste für den Entwurf zugänglicher Computer- und Server-Hardware;
  • Zugänglichkeit von Büro-Geräten - Checkliste für den Entwurf von zugänglichen Kopierern, Druckern, Faxgeräten und Kiosks;
  • Zugängliche Dokumentationen - Checkliste zur Erstellung von zugänglichen Produkt- und Web-Dokumentationen.
Initiativen von Sun zum Thema Zugänglichkeit

Das Unternehmen Sun Microsystems bündelt in ihrem Accessibility Program eine ganze Reihe von Aktivitäten im Bereich assistiver Technik:

  • die Entwicklung von Richtlinien zur Entwicklung zugänglicher Produkte,
  • Spezifikation funktionaler Anforderungen an solche Produkte,
  • Entwicklung von Produkten, die den einschlägigen US-amerikanischen Standards und Anforderungen an assistiver Technik genügen, wie zum Beispiel dem Federal Rehabilitation Act (FRA), dem Americans with Disabilities Act (ADA) und dem Telecommunications Act (TA),
  • Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Standardisierungsinstituten mit dem Ziel, die Zugänglichkeit von Produkten zu verbessern.
FSG (Free Standards Group)

Die Free Standards Group Accessibility Workgroup (FSGA) der Linux Foundation bemüht sich um die Erarbeitung von Standards in der Softwareentwicklung, um Linux und Linux-basierte Anwendungen für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen. Ein Ergebnis dieser Bemühungen ist das Interface IAccessible2, das den barrierefreien Zugriff auf Editierfunktionen, Tabellen, Hyperlinks, Grafiken und Menüs ermöglichen soll, Funktionen die in Browser-Anwendungen basierend auf AJAX (Asynchronous Javascript And eXtensible markup language), DHTML (Dynamic Hypertext Markup Language) oder WAI-ARIA (Web Accessibility Initiative-Accessible Rich Internet Applications) verwendet werden. Nach Aussage der Gruppe ist das Interface plattformübergreifend einsetzbar und mit Microsofts Active Accessibility kombinierbar.

OpenOffice und Zugänglichkeit

Als Projekt im Projekt unterstützt das OpenOffice.org Accessibility Project die Zugänglichkeitsoptionen des Office-Pakets OpenOffice. OpenOffice ist in zahlreichen Sprachen und für viele Betriebssysteme verfügbar und es ist Open Source. Dies gilt auch für das Unterprojekt zur Zugänglichkeit.

Festival

Festival ist ein Sprachausgabesystem, das an der Universität von Edinburgh entwickelt wurde und wird. Festival ist ein Open Source Projekt, das in C++ programmiert ist.

Letzte Aktualisierung am 08.05.08