Unternavigation

Allgemeine Hinweise

Landesaktionsplan:

Logo der Landesinitiative NRW inklusiv
Landesaktionsplan „Eine Gesellschaft für alle - NRW inklusiv“
- auch in Leichter Sprache -

Gelebte Inklusion:

Logo: Inklusionskataster NRW
Inklusion erfolgreich und gemeinsam umsetzen - Wege zum inklusiven Gemeinwesen

Info-Portal Barrierefreiheit:

Logo: informierbar
NRW InformierBar - Informationen zur Barrierefreiheit öffentlich zugänglicher Einrichtungen in NRW

Projekt:

Logo: PIKSL
PIKSL - Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben

Inhalt

Computer und Kommunikation

In diesem Bereich finden Sie Informationen über barrierefreie Informationstechnik für Anwender und Reha-Fachleute sowie für Entwickler.

Was ist barrierefreie Informationstechnik?

Barrierefreie Informationstechnik

Barrierefreie Informationstechnik verfolgt das Ziel, digital zur Verfügung stehende Anwendungen und Informationsangebote für alle Menschen nutzbar zu machen. Ein Zugang zur Informationstechnik für Menschen mit Behinderungen kann durch die Informationstechnik selbst erfolgen, zum Beispiel durch integrierte Programme im Betriebssystem. Manche funktionale Einschränkung erfordert jedoch den Einsatz von individuell angepassten Hilfsmitteln, zum Beispiel eine andere Art der Mauszeigerbedienung oder ein Bildschirmvorleseprogramm.
Barrierefreie informationstechnische Lösungen müssen daher immer auch Schnittstellen für individuell angepasste, assistive Technologie für die Ein- oder Ausgabe zur Verfügung stellen.

Im Zuge des Benachteiligungsverbotes im öffentlichen Recht des Bundes und der Länder (Behinderten­gleichstellungsgesetze) und den hiervon abgeleitet entwickelten Rechtsverordnungen zur barrierefreien Informationstechnik (BITV) wird der Begriff der "Barrierefreien Informationstechnik" vielfach mit Zugänglichkeit von Internetseiten für Menschen mit Behinderungen gleichgesetzt.

"Was ist barrierefreie Informationstechnik?" lesen

Letzte Aktualisierung am 30.10.15

 

Wen betrifft barrierefreie Informationstechnik?

Anwender

Als Anwender profitieren alle von gut verständlichen, wahrnehmbaren und bedienbaren Programmoberflächen, nicht nur Menschen mit Behinderungen.

Meldestelle für Barrieren auf Internetseiten

Das "Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik" (AbI) hat eine Meldestelle für Webbarrieren eingerichtet. Internetnutzer mit Handicap haben hier eine kompetente Anlaufstelle, wenn sie im World Wide Web auf Barrieren stoßen. Die Mitarbeiter der AbI-Meldestelle sammeln sämtliche Hinweise und setzen sich direkt mit den Betreibern der Seiten in Verbindung, um das Problem zeitnah zu lösen.

Nutzerorganisationen

Nach § 13 des Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) können von zugelassenen Nutzerorganisationen Verhandlungen mit kommunalen Körperschaften, deren Verbänden und Unternehmen angestrebt werden um Barrierefreiheit herzustellen.

Dienstleister

Kommunale Körperschaften

Öffentliche Dienstleister und Bereitsteller von Informationen, also von Institutionen des Landes bis hin zu kommunalen Körperschaften sind nach der BITV NRW zur Barrierefreiheit verpflichtet.

Agenturen

Internetdienstleister für die öffentliche Verwaltung werden von den öffentlichen Auftraggebern vielfach um "barrierefreie Gestaltung", "barrierefreie CMS-Templates" und "barrierefreies Layout" gebeten. Gemeint ist damit jeweils, dass die von Ihnen zur Verfügung gestellten Programmoberflächen bzw., die von Ihnen bereit gestellte Informationstechnik den Anforderungen gemäß des Anhangs der Bundes-BITV genügen.

Hersteller und Vertreiber

Eine allgemeine Benutzerfreundlichkeit fordert Programmoberflächen, welche für alle gut verständlich, wahrnehmbar und bedienbar sind.

Darüberhinaus bietet Informationstechnik Lösungen an, die sich für Menschen mit Behinderungen insbesondere in Ausbildung und Beruf ergeben können.

Letzte Aktualisierung am 26.07.10

  

Meldestelle für digitale Barrieren hilft bei Hindernissen im digitalen Joballtag

Die Meldestelle für digitale Barrieren ist der persönliche Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen, die in der digitalen Welt – insbesondere im Joballtag – auf Hindernisse stoßen.

Sei es ein unzugängliches digitales Textdokument, eine problematische Webanwendung, eine Softwarebarriere oder aber Probleme im Umgang mit Informations- und Serviceterminals oder Selbstbedienungsautomaten: diese und ähnliche Barrieren können der Meldestelle mitgeteilt werden. Ganz einfach und unkompliziert per E-Mail, Telefon, Fax oder über ein Kontaktformular unter www.meldestelle.di-ji.de.

Meldestellenlogo mit Link zur Online-Meldung von digitalen Barrieren

Ist die Meldung aufgegeben, setzen sich die Mitarbeiter der Meldestelle mit dem Anbieter in Verbindung und versuchen mit ihm gemeinsam eine Lösung zu finden. Dabei geht es vor allem darum ein Verständnis für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Daneben stehen die Mitarbeiter der Meldestelle als kompetente Ansprechpartner bei technischen Fragen zur Verfügung. Es gibt eigentlich keinen Grund dafür wieso digitale Angebote nicht barrierefrei sein können. Schließlich profitieren alle von Barrierefreiheit.

Eingerichtet wurde die Meldestelle im Oktober 2006 vom Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (AbI) und konzentrierte sich zu dieser Zeit in erster Linie auf Webbarrieren. Mit der Erweiterung der Meldestelle auf alle digitalen Barrieren im Rahmen des Projekts "Digital informiert – im Job integriert" (Di-Ji) wird die Einrichtung Meldestelle dem Wunsch vieler Menschen gerecht, jegliche digitale Barrieren melden zu können und somit eine professionelle Unterstützung zum Abbau der gemeldeten Barriere zu erhalten.

Weitere Informationen zur Meldestelle für digitale Barrieren erhalten Sie unter www.meldestelle.di-ji.de

Informationen zum Projekt Di-Ji erhalten Sie unter www.di-ji.de.

Letzte Aktualisierung am 18.02.11

  

Hintergrund

Grundgesetz Artikel 3, Absatz 3:

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Mit der Ergänzung des Artikels 3 Absatz 3 des Grundgesetzes durch den Satz "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden" konnte im November 1994 endlich erreicht werden, dass ein Benachteiligungsverbot zu Gunsten behinderter Menschen tatsächlich Verfassungsrang erhielt.

Mit dem seit 01. Mai 2002 in Kraft getretenen Behindertengleichstellungsgesetz wurde dieser Verfassungsrang umgesetzt in ein Bundesgesetz, welches für Träger öffentlicher Gewalt ein Benachteiligungsverbot festschreibt. Zusätzlich legt dieses Gesetz fest, dass in Zielvereinbarungen als ergänzendes Instrument eine Herstellung von Barrierefreiheit auch für andere Bereiche geschaffen werden soll.

Damit durch Informationsvermittlung öffentlicher Stellen keine Benachteiligung für Menschen mit Behinderung entstehen kann, regelt eine seit dem am 28. April 2002 in Kraft getretene Rechtsverordnung Einzelheiten für Träger öffentlicher Gewalt des Bundes in Bezug auf Informationstechnik.
Das Land Nordrhein-Westfalen folgte 2004 mit einem entsprechenden Landesbehindertengleichstellungsgesetz, dem ebenfalls Rechtsverordnungen folgten:

  • Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz Nordrhein-Westfalen (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung Nordrhein-Westfalen - BITV NRW)
  • Verordnung zur Zugänglichmachung von Dokumenten für blinde und sehbehinderte Menschen im Verwaltungsverfahren nach dem Behindertengleichstellungsgesetz NRW (Verordnung über barrierefreie Dokumente - VBD NRW)
  • Verordnung zur Verwendung von Gebärdensprache und anderen Kommunikationshilfen im Verwaltungsverfahren nach dem Behindertengleichstellungsgesetz Nordrhein-Westfalen (Kommunikationshilfenverordnung Nordrhein-Westfalen - KHV NRW)

"Hintergrund" lesen

Letzte Aktualisierung am 04.11.16