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Ich seh nicht so gut

Moderne Betriebssysteme basieren auf grafischen Benutzeroberflächen und werden gewöhnlich mit einer Maus bedient. Für Menschen, die stark sehbehindert oder blind sind, ergeben sich daraus in zweierlei Hinsicht Probleme bei der Benutzung, bei der Bedienung, da der Maus-Cursor auf dem Bildschirm erkannt werden muss, und bei der Wahrnehmung der Bildschirminhalte selber. Was die Eingabe und Bedienung des Computers angeht, stehen in der Regel, aber nicht immer, tastaturorientierte Alternativen zur Verfügung, so dass der Gebrauch der Maus vermieden werden kann. Was die Ausgabe von Inhalten angeht, bieten sich grundsätzlich die folgenden Möglichkeiten an:

  • durch die Anpassung der Betriebssystemeinstellungen, wie Bildschirmauflösung, Kontrasterhöhung usw.;
  • durch die Verwendung von Vergrößerungssoftware;
  • durch die Verwendung von so genannter Brückensoftware, wie Screenreadern (Bildschirmleser) oder Web-Reader – Programmen, die den Bildschirminhalt bzw. den Web-Browser-Inhalt vorlesen;
  • durch die Verwendung alternativer Ausgabemedien, wie Braille-Zeilen oder Sprachausgabe.

Eine Einteilung des Sehvermögens in Kategorien ist schwierig, wenn nicht unmöglich, weil eine Abgrenzung nicht eindeutig möglich ist und auch von der individuellen Einschätzung und Wahrnehmung abhängt. Vor diesem Hintergrund sind die folgenden Kategorien auch nur als Anhaltspunkte zu sehen.

Sehbehinderung

Für Menschen, die über ein Restsehvermögen verfügen, kann eine Anpassung versucht werden, die es ihnen gestattet, einen Computer mit den Standardein- und -ausgabegeräten zu nutzen. Die Verwendung eines größeren Bildschirms sowie eine Sitzposition nahe am Bildschirm kann bereits dazu führen, dass der Bildschirminhalt besser gesehen werden kann. Die Beleuchtung ist ebenfalls ein wichtige Größe. Einige Menschen haben einen hohen Lichtbedarf, andere sind lichtempfindlich, so dass die Beleuchtung individuell angepasst werden sollte.
Je nach Grad der Beeinträchtigung bieten sich darüber hinaus folgende Möglichkeiten an:

1. Änderung der Systemeinstellungen
  • Reduzierung der Bildschirmauflösung auf 800x600 Bildpunkte oder ggf. auf 640x480 Bildpunkte.
  • Anpassung der Anzeige-Eigenschaft an die eigenen Bedürfnisse, insbesondere die Änderung des Schriftgrads von "Normal" auf "Large Fonts" bzw. "Extra Large Fonts".
  • Anpassung der Farbgebung an die eigenen Bedürfnisse.
2. Software-Lösungen
  • Eine Bildschirmlupe, die gegebenenfalls mit einer Sprachausgabe kombiniert werden kann
3. Tastaturersatz
  • Großfeldtastatur mit großen Tasten, die ggf. farblichen gekennzeichnet sind, und großer Beschriftung

Hochgradige Sehbehinderung (Blindheit)

Für Menschen mit einer hochgradigen Sehbehinderung stehen alternative Ein- und Ausgabegeräte zur Verfügung, die sie weitgehend unabhängig von Standardgeräten machen.

1. Tastaturersatz
  • Braille-Tastatur
2. Bildschirmersatz
  • Sprachausgabe mittels Screenreader (Bildschirmleser) oder Webreader
  • Braille-Zeile
  • Braille Drucker

Farbsehvermögen

Farbfehlsichtigkeit hat viele Facetten. Sie reicht von echter Farbblindheit (Achromatopsie), bei der nur Helligkeitswerte unterschieden werden können, bis zu Schwierigkeiten bei der Unterscheidung bestimmter Farben (Rot-Grün-Schwäche oder Dyschromatopsie). Farbfehlsichtigkeit wird zum Problem, wenn die Wahrnehmbarkeit von Elementen am Bildschirm und damit das grafische Design nicht hinreichend wahrgenommen werden kann. Abhilfe kann die individuelle Farbeinstellung bieten, die viele Betriebssysteme in ihren Systemeinstellungen ermöglicht. Normalerweise werden diese Einstellungen von der Standard-Software, wie beispielsweise Office-Anwendungen und Browsern übernommen.

Kontrastempfindung

Blendempfindlichkeit kann dazu führen, dass Kontrast und Helligkeit des Bildschirms herabgesetzt werden muss. Viele Menschen mit einer Sehbehinderung benötigen aber auch einen besonders hohen Kontrast um Dinge auf dem Bildschirm wahrnehmen zu können. Der Kontrast kann direkt am Monitor eingestellt werden. Die Einstellung kann aber auch in den Systemeinstellungen des Betriebssystems vorgenommen werden.

Letzte Aktualisierung am 31.10.07