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Inhalt

Tastaturen

Eine Standardtastatur besteht aus verschiedenen Tastenblöcken. Zusätzlich zu dem Block mit den Buchstabentasten gibt es einen Block mit Funktionstasten, einen Block mit numerischen Tasten, einen Block mit Cursor-Tasten und einen Block mit Kontrolltasten.

Standardtastatur
Die Standardtastatur besteht je nach Ausführung aus 98 bis 105 Tasten. Deutsches Tastaturlayout mit abgesetztem Ziffernblock
Kompakttastatur
Für tragbare Computer - Notebooks - werden kompaktere Formen der Standardtastatur verwendet. Da einige Tasten neben den Buchstaben auch mit den numerischen Tasten belegt sind, hat dieser Tastaturtyp nicht mehr als 84 Tasten. Aufgrund der kompakteren Bauweise lassen sich diese Tastaturen auch begrenzt zur Einhandbedienung einsetzen.

Für einige Anwendungsfälle stehen zudem speziellere Varianten einer Standardtastatur zur Verfügung.

Linkshändertastatur
Für Linkshänder sind – abweichend von der üblichen Aufteilung mit Ziffernblock auf der rechten Seite des Tastaturfeldes – auch Versionen mit Ziffernblock auf der linken Seite erhältlich.
Nummernblock
Die Bedienung des Ziffernblocks ist bei Verwenden von Kompakttastaturen und Notebooks nicht immer einfach. Der Nummernblock einer Tastatur ist auch als einzelne Tastatur erhältlich.

Standardtastaturen sind auch mit einer ergonomisch geteilten Form, mit integrierten Zeigegeräten (Tastatur mit Trackball oder Touchpad) oder mit zusätzlichen programmierbaren Tasten erhältlich. Darüberhinaus gibt es verschiedene Sondertastaturen.

Großfeldtastaturen
Für Menschen, die mit den Füßen oder mit einem Kopfstab schreiben, aber auch für Menschen, die ihre Hände nur eingeschränkt kontrollieren können, ist eine Standard-Tastatur oft nicht oder nur schwer benutzbar. Diese Personengruppe profitiert von größeren Tastaturen und größeren Tasten.
Kleinfeld- und Mini-Tastaturen
Menschen, deren Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist, benötigen eine kleine Tastatur mit kleinen Tasten, die auch mit geringstem Kraftaufwand bedienbar sind.
Programmierbare Tastaturen
Es existieren zwei unterschiedliche Arten programmierbarer Tastaturen: Standardtastaturen mit zusätzlichen programmierbaren Tastenfunktionen und vollständig programmierbare Folientastaturen, die eine Programmierung der Tastenfunktion und des Tastatur-Layouts zulassen.
Tastaturen mit einem Standardlayout und zusätzlichen programmierbaren Tasten werden eingesetzt, wenn bestimmte Funkionen sich häufig wiederholen und durch spezielle Tasten aufgerufen werden sollen. Die Tasten können wie Makros verwendet werden. Programmierbare Folientastaturen können sowohl an die motorischen als auch an die kognitiven Fähigkeiten angepasst werden.
Einhandtastaturen
Unter dem Begriff Einhandtastatur werden zwei völlig unterschiedliche Konzepte zusammengefasst, die es ermöglichen, die Tastatur mit einer Hand zu bedienen:
  1. Version 1: Basierend auf einer Standard-Tastatur sind die Tasten so angeordnet, dass sie gut mit einer Hand erreicht werden können. Eine elektronische Selbsthaltefunktion bewirkt, dass nie zwei Tasten gleichzeitig gedrückt werden müssen. Verschieden Varianten mit unterschiedlichen Tastengrössen, für Rechts- und Linkshänder, mit oder ohne Fingerführung, mit oder ohne Handauflage, mit integriertem oder separaten Nummernblock unterstützen eine individuelle Anpassung.
  2. Version 2: Die Tastatur hat nur 7 bis 10 Tasten. Damit alle Zeichen erzeugt werden können, müssen immer Tastenkombinationen gedrückt werden. In Anlehnung an Akkordgriffe auf einem Klavier wird dieser Typ von Einhandtastatur in der Literatur als Chording Keyboard (auch Chord Keyboard oder Chorded Keyboard) bezeichnet. Es gibt Ausführungen für Rechts- und Linkshänder. Vorteilhaft ist, dass nur die Finger bewegt werden müssen. Ein Nachteil ist, dass die Tastenkombinationen gelernt werden müssen.
Tastatur-Anschlußadapter
Einrastfunktionen, die es ermöglichen Tasten hintereinander anstatt gleichzeitig einzugeben und einige andere Tastaturfunktionen sind nicht nur als Bestandteil der Betriebssystemsoftware verfügbar, sondern auch als Hardware in Form von Zusatzgeräten. Darüber hinaus ermöglichen einige Tastatur-Sensoradapter den Anschluss und Einsatz von beliebigen externen Schaltern und Tastern anstelle der Tastatur.
Bildschirmtastatur
Eine Bildschirmtastatur ist eine Tastatur, die als Bild auf einem Computerbildschirm oder einem anderen Display dargestellt wird. Eine Bildschirmtastatur wird manchmal auch als "virtuelle Tastatur" oder "Displaytastatur" bezeichnet. Geschrieben wird mit Hilfe eines Zeigegerätes, mit dem man die Buchstaben auf der Bildschirmtastatur auswählt. Eine andere Möglichkeit, Buchstaben auszuwählen ist das Scanning, bei dem die Buchstaben auf der Bildschirmtastatur nacheinander hervorgehoben werden. Die so markierten Buchstaben können dann durch verschiedene Schalter oder Taster ausgewählt werden.

Modifizierte Normaltastaturen

Standardtastaturen gehören als Produktgruppe zwar zu Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens, tauchen jedoch in abgewandelter Form im Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen auf.

Aus der Beschreibung des Hilfsmittelkataloges:
Produktgruppe 16 Kommunikationshilfen; Anwendungsort 99 Verschiedenes / Zusätze / Abrechnungspositionen; Produktuntergruppe 05: Behinderungsgerechte Hardware zur Eingabeunterstützung; Produktart "Sonstige behinderungsgerechte Tastaturen":

Bei diesen Produkten handelt es sich um modifizierte Normaltastaturen. Es werden jedoch spezielle, behinderungsgerechte Tastaturveränderungen vorgenommen.
Sie sind zum Beispiel für eine Einfingerbedienung geeignet, das Tastenfeld ist in der Regel verkleinert oder es sind Abdeckplatten angebracht.
Behinderungsgerechte Tastaturen sind für Versicherte mit ausgeprägtem Kommunikationsbedürfnis geeignet. Sie befähigen einen Behinderten, einen PC zu bedienen, der als Kommunikationshilfe und/oder Umfeldkontrollgerät eingesetzt wird.
Die Bedienung/Anwendung der behinderungsgerechten Tastatur muß für den Versicherten entweder direkt oder durch eine Adaptionshilfe möglich sein.
Die Geräte eignen sich für einen leihweisen Einsatz.

Als Indikation wird im Hilfsmittelkatalog für die gleiche Gruppe aufgeführt:

Die Geräte dienen Personen, die sich nicht oder nur unzureichend lautsprachlich verständlich äußern können und aufgrund einer ausgeprägten cerebralen bzw. zentralen Bewegungsstörung oder einer neuromuskulären Behinderung nicht in der Lage sind, sich auf herkömmliche Weise schriflich mitzuteilen.
Liegt nur eine Störung der schriftlichen Kommunikation vor, so kann die Kommunikationshilfe zu Lasten der GKV nur für Kinder bis zum Ende der Schulpflicht verordnet werden.
Der Benutzer muß die Schriftsprache beherrschen oder erlernen können.

Zusätzliche Anforderungen an "Sonstige behinderungsgerechte Tastaturen" gemäß § 139 SGB V:

  • Akustische oder optische oder taktile Betätigungsanzeige für Tastendrücke, gegebenenfalls abschaltbar
  • Zuschaltbare Feststellmöglichkeit für Umschalttasten z.B. für Einfinger- oder Mundbedienung mit Zustandsanzeige
  • Anschlagsverzögerung und Wiederholgeschwindigeit (bei alphanumerischer Tastatur) einstellbar
  • Feuchtigkeits-, speichel- und staubgeschützte Tastatur

Letzte Aktualisierung am 12.11.07